Firmengeschichte
140 jahre Ortis

Seit vier Generationen ist die Familie Ortis im Baugeschehen tätig und damit eines der ältesten Unternehmen dieser Branche in der Steiermark.
Im Jahr 1881 legte Giuseppe Ortis, der Urgroßvater des jetzigen Firmenchefs, den Grundstein zur erfolgreichen Geschichte der Firma ORTIS.

1881
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1881

Der Anfang: Guiseppe Ortis

Firmengründer Giuseppe Ortis wurde 1856 in Paluzza, Italien geboren, wo er auch das Maurerhandwerk erlernte. Mit 20 Jahren verließ er seine italienische Heimat, um in der damals florierenden Donaumonarchie sein berufliches Glück zu suchen. Zusammen mit einigen seiner nachgekommenen Geschwistern baute er in Gleisdorf das Stammhaus der Ortis in Österreich und meldete dort am 17. Mai 1881 sein Gewerbe als Maurermeister an.

1897
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1897

Übersiedelung

Im Jahr 1897 übersiedelte er mit seinem Betrieb nach Wannersdorf (Mauritzen). Der aufstrebende Baumeister dürfte hier im Gebiet um Frohnleiten einen weiteren wirtschaftlichen Aufschwung erwartet haben, der sich in den nächsten Jahren auch tatsächlich einstellte. Das Bauprogramm reichte vom einfachen Viehstall bis zu prachtvollen Villen, dazu kamen Arbeiten in der Papierfabrilk Schweizer und in der Kartonfabarik Mayr-Melnhof, wo Ortis die ersten Stahlbetonarbeiten ausführte.

1919
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1919

1919 – 1964: Josef Ortis

Im Jahr 1886 wurde Josef Ortis als drittes der zehn Kinder von Giuseppe Ortis geboren. Bei seinem Vater erlernte er auch das Maurerhandwerk, nach weiteren Schulen und Ausbildungen erlangte er 1919 die Baumeisterkonzession. Einige Jahre führte er parallel zum elterlichen Betrieb ein eigenes Büro. Nach dem plötzlichen Tod des Vaters übernahm er 1924 die Firma des Vaters und verschmolz die beiden Betriebe miteinander. Seine Brüder Otto und Hugo Ortis waren ihm dabei als praxisnahe und erfahrene Poliere eine große Hilfe.

1924
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1924

Aufschwung

In dieser Zeit nahm die Firma einen großen Aufschwung. Die größeren Bauvorhaben waren das Aufstellen der STEWEAG-Hochspannungsmasten von Graz bis auf den Semmering, der Bau der Volksschule in Übelbach und des Theresienhofes in Frohnleiten sowie der Straßenbau inklusive Brücken nach Schrems und auf den Rechberg.
Als dynamischer und fortschrittlicher Unternehmer bedlente sich Josef Ortis auch als einer der ersten der modernen technischen Hilfsmittel seiner Zeit und fuhr schon damals mit einem Lastwagen (!) und einem Dreisitzer-Citroen.

1953
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1953

Nachkriegsjahre

Nach den Kriegswirren fand Josef Ortis trotz der völligen Zerstörung seiner betrieblichen Anlagen den Mut zu einem Neuanfang, bei dem ihm bereits sein Sohn Albert zur Seite stand. Vor allem die guten Geschäftsverbindungen mit den ÖBB brachten in dieser schwierigen Zeit wichtige Bauaufträge ein. 1963 wandelten die beiden die Firma ORTIS in eine OHG um.

1964
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1964

1953 – 1994: Albert Ortis

Der 1925 geborene Albert Ortis war jener Spross aus der Familie Ortis, der am meisten vom unternehmerischen Geist seiner Vorfahren geerbt hatte und daher die Firma in den Jahren von 1964 bis 1990 zu einem weiteren Aufschwung brachte. Nach der Baufachschule und einigen Lehrjahren bei auswärtigen Firmen stieg er 1953 in den elterlichen Betrieb ein und erlangte 1961 die Baumeisterkonzession. Nach dem Motto „Die besten Mitarbeiter bei bestmöglichem Arbeitsklima“ führte er einen neuen Stil zeitgemäßen Baumanagements ein. 1974 erbaute er ein neues Bürogebäude sowie den Bauhof in Ungersdorf, 1976 gründete er den ORTIS-Baustoffhandel.

1980
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1980

Gesellschaft m.b.H.

1980 wandelte er zusammen mit seinem ältesten Sohn Albert Josef die Firma in eine Gesellschaft m.b.H. um und gründete gemeinsam mit ihm 1984 die ORTIS Zimmerei GmbH. In den Neunziger-Jahren zog sich Albert Ortis aus der operativen Geschäftsführertätigkeit sukzessive zurück.

In der Ära von Albert Ortis verdoppelte sich der Mitarbeiterstand von 45 auf 90 Personen. Die Auftragslage reichte von landwirtschaftlichen Silos über Straßen- und Brückenbau bis hin zum Wohnbau, wobei sich vor allem die Zusammenarbeit mit dem damals neu gegründeten „Gemeinnützigen Steirischen Wohnungsunternehmen“ und der „ennstal“ sehr erfolgreich entwickelte. Weiters enstand in dieser Zeit die geschäftliche Beziehung zur damaligen Papierfabrik Leykam Gratkorn, für die zahlreiche große Arbeiten im Industriebau durchgeführt wurde.

1985
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1985

Albert J. Ortis

Der derzeitige Firmenchef DI Albert Josef Ortis (geb. 1961) absolvierte eine gediegene fachliche Ausbildung (HTBLA Graz und Studium der Architektur an der TU Graz). Schon als Praktikant Ende der 70er-Jahre konnte er erste praktische Bauerfahrungen in der Firma sammeln. Parallel zu seinem Studium wurde er mehr und mehr im Unternehmen tätig und absolvierte 1991 die Konzessionsprüfung für das Baumeister- und das Zimmermeistergewerbe. 1994 erhielt er die Ziviltechnikerbefugnis.

1996 - heute
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1996 - heute

Bauträger GmbH & Übersiedelung

Unter der Führung von Albert Josef Ortis wurden die Kernkompetenzen des Unternehmens, der Hoch- und Industriebau, ausgeweitet und zusätzlich komplexe Bauaufgaben in Angriff genommen. Neben dem weiteren Ausbau der Holzbautätigkeiten mit der ORTIS Zimmerei GmbH gründete er 1994 die ORTIS Bauträger GmbH, mit der nun in Synergie mit den beiden bestehenden Unternehmen interessante Bauvorhaben verwirklicht werden.

1996 Übersiedelung des Büros zum Bauhof nach Ungersdorf. Zugleich wird Ungersdorf der neue Frmensitz